Biorhythmus

Biorhythmus

Unsere Körperfunktionen folgen tages- und jahreszeitlichen Rhythmen. Jede Zelle und jedes Organ steuern ihr eigenes zeitliches Programm – Atmung und Herzschlag, Wachen und Schlafen.

Biorhytmus – was ist das?
Biorhythmus besagt, dass die physische und die intellektuelle Leistungsfähigkeit sowie der Gemütszustand des Menschen bestimmten Rhythmen unterworfen sind, die bei allen Menschen gleich sind und mit dem Tag der Geburt beginnen. Die Biorhythmik geht von drei „Rhythmen“ mit unterschiedlicher Periodendauer aus: Der körperlicher Rhythmus (23 Tage), der emotionaler Rhythmus (28 Tage) und der geistiger Rhythmus (33 Tage).

Im Klartext bedeutet das, das der Mensch und nahezu alle Lebewesen biologischen Rhythmen und Zyklen folgen, die sich im Laufe der Entwicklung als lebenswichtig herausgestellt haben. Besonders bekannt ist der Tag-Nacht-Rhythmus, der Arbeits- und Ruhephasen regelt und urgeschichtlich eng mit der Lichtverteilung während des Tages zusammenhängt.

Biorhythmen - Kreislauf des Körpers
Wichtige Biorhythmen beim Menschen sind der Schlaf-Wach-Rhythmus, der Aktivitätszyklus, der Nahrungsaufnahme- und Trinkrhythmus und der Körpertemperaturrhythmus. Weitere Formen einer biologische Periodik sind der weibliche Zyklus, der Herzschlag und die Erneuerung der Blutkörperchen.

Diese Beispiele machen deutlich, dass der Mensch nicht nur einem 24 bis 25 Stunden dauernden Tagesrhythmus unterworfen ist, der durch die innere Uhr gesteuert ist, sondern auch andere kürzere oder länger dauernde Zyklen eine Rolle spielen.

Der Mensch im Tagesverlauf – ein Hoch und Tief über den Tag verteilt
Unsere Körperfunktionen folgen tages- und jahreszeitlichen Rhythmen. Jede Zelle und jedes Organ steuern ihr eigenes zeitliches Programm - Atmung und Herzschlag, Wachen und Schlafen. Alle Funktionen haben im Laufe eines Tages individuelle Hoch- und Tiefpunkte.

Kurz vor dem Aufwachen steigen Körpertemperatur, Blutdruck und Pulsfrequenz an. Etwa eine Stunde später produziert der Körper stimulierende Hormone. Von 10 bis 12 Uhr laufen Körper und Gehirn auf Hochtouren, das Kurzzeitgedächtnis ist topfit - die beste Zeit für Prüfungen und anspruchsvolle Tätigkeiten. Studien belegen, dass dies die gefährlichste Zeit für einen Herzinfarkt ist. Zwischen 12 und 14 Uhr ist Verdauungszeit - der Magen produziert verstärkt Säure, damit das Mittagessen gut verdaut werden kann. Dabei verschlingt der Magen soviel Energie, dass der restliche Körper ermüdet – wir fühlen uns matt und haben ein Leistungstief. Ab dem frühen Nachmittag kommt ein zweites Leistungshoch für Körper und Geist. Außerdem ist das Schmerzempfinden auf seinem Tiefpunkt und somit ein idealer Zeitpunkt für einen zum Beispiel Zahnarzttermin. Von 16 bis 17 Uhr ist unser Körper besonders leistungsfähig – die ideale Zeit für Muskelaufbau und Konditionstraining. Unser Körper schaltet zwischen 18 bis 20 Uhr auf Feierabend, sobald es dunkel, ermüden wir. 3 Uhr nachts - der Organismus erreicht seinen absoluten Tiefpunkt und ist kaum leistungsbereit, laut Statistik sind für diesen Zeitpunkt die meisten natürlichen Sterbefälle notiert.

Bedeutung der Inneren Uhr

Krankheiten können durch einen gestörten Biorhythmus verursacht werden

 

Schon angeboren

Unsere innere Uhr kann nicht nach Belieben verstellt werden, denn diese Zeit ist uns angeboren.

 

Organfunktion

Im täglichen Energiekreislauf hat jedes Organ eine Phase in der es am stärksten arbeitet und auch der wichtigen Ruhephase. Achten wir bewußt auf diese Gegebenheiten, wird sich dies positiv auf unsere Gesundheit auswirken (Aktivierung der Selbstheilungskräfte).

 

Aus der chinesischen Medizin

Die Organuhr hat ihren Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) - der jahrtausendealten Heilweise - die den Menschen in seiner Ganzheit betrachtet.

Unsere innere Uhr

Schlafbedürfnis ändern sich mit dem Alter
Im Laufe des Lebens verändert sich der Biorhythmus des Menschen. So ist die innere Uhr von Säuglingen und Kleinkindern zum Beispiel noch von ultradianen Rhythmen bestimmt, also Phasen von je drei oder vier Stunden. Erst im Alter von fünf Jahren passt sich der Mensch an Tag und Nacht an. Teenager gehen bleiben bis spät in die Nacht hinein auf, schlafen dafür morgens länger, oft auch mehr als acht Stunden am Stück. Mit 18 bis 20 Jahren nimmt das Schlafbedürfnis dann wieder ab; gut sieben Stunden Schlaf reichen aus. Ab dem dreißigsten Lebensjahre lässt die Schlafqualität kontinuierlich nach. Wir schlafen flacher und subjektiv schlechter, obwohl wir früher und regelmäßiger ins Bett gehen als in den Jahren zuvor. Ist das siebzigste Lebensjahr überschritten, brauchen wir immer weniger Schlaf. Unser Schlaf-Wach-Rhythmus koppelt sich zunehmend von den äußeren Taktgebern ab, weshalb viele ältere Menschen nur ungern auf ihren Mittagsschlaf verzichten.

Jetlag, Zeitumstellung und die innere Uhr
Unsere innere Uhr kann nicht nach Belieben verstellt werden, denn diese Zeit ist uns angeboren. Besser gesagt diese Uhren, denn davon gibt es gleich mehrere im Körper. Diese biologischen Uhren kontrollieren den Lebensablauf aller Lebewesen auf unserem Planeten. Willkürliche Zeitumstellungen machen diesen inneren Uhren zu schaffen. Jedes Gewebe und jede Zelle verfügt über einen eigenen Taktgeber. Sie steuern wichtige Funktionen, die sich über den Tag verteilt verändern. So steigt die Körpertemperatur morgens kurz vor dem Aufwachen an und fällt abends wieder ab. Blutdruck, Hormonausschüttung und unseres Immunsystem erreichen jeden Tag um dieselbe Zeit ihre Höhe- oder Tiefpunkte – solange es keine Zeitumstellung gibt, auf die der Körper sich einstellen – und umstellen muss.

Einfluss auf die innere Uhr hat besonders die Sonne bzw. der Wechsel von Hell und Dunkel. Er steuert den zirkadianen Biorhythmus (wie die innere Uhr auch genannt wird) auch dann, wenn wir von der Außenwelt abgeschieden sind. Der Hell-Dunkel-Rhythmus beeinflusst auch die Ausschüttung des „Schlafhormons“ Melatonin das vermehrt bei Dunkelheit ausgeschieden wird. Es senkt die Aktivität, bremst und macht müde.

Bei der Umstellung im Frühjahr auf die Sommerzeit wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt und wir stehen eine Stunde früher auf. Die Ausschüttung des Melatonin hat sich noch nicht umgestellt. Der Glukokortikoidspiegel ist noch niedrig, Blutdruck und Pulsfrequenz sind noch im Dunkel-Rhythmus. Uns fehlt die eine Stunde Schlaf, wir sind müde, unkonzentriert und fühlen uns schlapp. Abends dagegen fühlen wir uns fit, obwohl es 23 Uhr ist und wir normalerweise um diese Zeit Schlafen gehen – die innere Uhr weiß genau: Es ist erst 22 Uhr.

Wenn wir schlafen, wechseln sich alle 90 Minuten Tiefschlaf- und REM-Schlafphasen ab. Diese biologischen Zeitmesser sorgen dafür, dass wir im Rhythmus unserer Umwelt bleiben. Vorausgesetzt, wir hören auf sie und setzen uns keinen willkürlichen Zeitumstellungen aus.

Rund die Hälfte der Mitteleuropäer leiden unter einem dauerhaften Jetlag. Nicht, weil jeder Zweite ständig nach Übersee fliegt, Nachtschicht arbeitet oder die zweimal jährlich stattfindende Zeitumstellung nicht verkraftet, sondern weil wir zu den falschen Zeiten aufstehen oder ins Bett gehen. Zu früh. Zu spät. Auf jeden Fall nicht so, wie unser Körper es braucht. Dauerhafte hausgemachte permanente Zeitumstellung sozusagen – wir leben gegen die eigene innere Uhr.

Wer spät am Abend noch vor Smartphone, Tablet oder Laptop sitzt, kann später oft schlecht schlafen. Daran könnten die blauen Wellenlängen des Lichtes schuld sein: Unser Nervensystem reagiert auf sie besonders sensibel und vermitteln uns wach zu bleiben. Die Lichtverschmutzung in den Großstädten sollten wir auch nicht ausser Betracht lassen – hier ist die Nacht taghell.Spezielle Programme wandeln das blaue Licht um, Spezialbrillen filtern das Blaulicht aus der Beleuchtung – um nur ein paar Alternativen zu nennen. Am Besten schützt man sich davor, Smartphone und Co erst gar nicht mit ins Bett zu nehmen.

Die Organ-Uhr – woher weiß die Leber wie spät es ist?
Die Organuhr hat ihren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), der jahrtausendealten Heilweise, die den Menschen in seiner Ganzheit betrachtet. Im täglichen Energiekreislauf hat jedes Organ eine Phase der stärksten und auch der wichtigen Ruhephase. Achten wir bewußt auf diese Gegebenheiten wird sich dies positiv auf unsere Gesundheit auswirken (Aktivierung der Selbstheilungskräfte).

Der rhythmische Fluss des Qi (Lebensenergie) unterliegt Schwankungen – es gibt Zeiten stärkerer und schwächerer Aktivität. Im 24 Stunden Rhythmus strömt jeweils zwei Stunden lang besonders viel Qi durch einen bestimmten Meridian und das ihm zugehörige Organ. Die Ruhephase tritt jeweils genau zwölf Stunden nach der Phase erhöhter Aktivität ein. In dieser Zeit sollten die Organe möglichst wenig gestört werden. Nach der Lehre der Fünf Elemente beginnt die innere Uhr um drei Uhr morgens, wenn die Lunge ihre stärkste Aktivität entfaltet.

Das bedeutet, wachen wir ständig zwischen 1 und 3 Uhr Früh auf, kann es ein Hinweis sein, dass unsere Leber krank ist.

In der TCM heißt es: Wir sollten vor 22 Uhr schlafen gehen damit sich alle Organe best-möglichst erholen können.

 

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