Bewegung

Bewegung

Sanfte Sport- und Bewegungsprogramme sind besonders bei Menschen mit Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen zu empfehlen.

Bewegung bedeutet Lebensqualität
Bei den meisten Menschen ist die stärkste Motivation, um körperlich aktiv zu sein, die Freude an der Bewegung selbst. Egal ob Spazierengehen in der Natur, Gartenarbeit oder Sport – jeder Mensch hat eine Tätigkeit, die ihm besonders viel Spaß macht. Bewegung hilft, das Leben zu genießen. Viele Menschen sind regelmässig körperlich aktiv, um fit zu sein und sich wohlzufühlen.

So wirkt Bewegung auf den Körper
Körperliche Aktivität ist für das normale Funktionieren des Organismus und für den Erhalt der Leistungsfähigkeit und der Gesundheit notwendig. Denn der Organismus passt sich an den Umfang und die Art der körperlichen Aktivität eines Menschen an. Je nachdem, wie der Körper beansprucht wird, nimmt die Leistungsfähigkeit zu oder ab bzw. bleibt sie gleich. Die Körpersysteme funktionieren richtig, wenn sie ausreichend beansprucht werden. Der Körper wird hingegen anfälliger für Funktionsstörungen oder Erkrankungen, wenn die Organsysteme zu wenig beansprucht werden.

Aktiv bis ins hohe Alter
Wer sich regelmäßig bewegt, bleibt leichter fit. Durch regelmäßiges Training können Senioren ihre Chance erhöhen, möglichst lange ein unabhängiges Leben zu führen. Zum Beispiel sinkt bei sportlich aktiven Senioren das Sturzrisiko. Ausdauer ist das Um und Auf – wer mag schon die Treppen in den ersten Stock steigen und völlig ausser Atem sein? Kondition verliert man nich von heute auf morgen, es passiert schleichend bis man merkt, dass ein paar Schritte flottes gehen schon anstrengend sind.

Bewegungs- und Stützapparat
Der Bewegungsapparat des Menschen ermöglicht es, dass er sich aktiv mit seiner Umwelt auseinandersetzen und fortbewegen kann. Er verleiht uns nicht nur Körperhaltung und Gestalt, sondern schützt auch innere Organe wie z.B. das Herz oder die Lunge vor Schäden. Der menschliche Körper besteht aus 200 Knochen und mehr als 400 Muskeln. Skelett und Muskulatur definieren die Gestalt des menschlichen Körpers und seine Bewegungsmöglichkeiten. Der Bewegungs- und Stützapparat wird in den passiven und den aktiven Bewegungsapparat unterteilt. Während mit dem passiven Bewegungsapparat, auch Stützapparat genannt alle nicht beweglichen Teile (z.B. Knochen, Gelenke, Bänder, Bandscheiben) gemeint sind, umfasst der aktive Bewegungsapparat die beweglichen Teile wie Muskeln, Sehnen und Faszien. 

Bewegen ist Massage für den Knorpel, ein starker Muskel schützt das Gelenk
Der Knorpel besitzt keine Blutgefäße, die Knorpelzellen werden über die Gelenkflüssigkeit ernährt. Bei Bewegung werden die Nährstoffe quasi in den Knorpel einmassiert. Werden das Gelenk oder die Wirbelsäule zu wenig aktiviert, bekommen die Knorpelzellen nicht ausreichend Nährstoffe und sterben im schlimmsten Fall sogar ab. Vor allem bei raschen Bewegungen braucht jedes Gelenk eine sichere Führung durch die Muskulatur. Ist die Muskelsteuerung des Gelenkes mit ihrer feinen Abstimmung der verschiedenen Muskelgruppen gestört, gerät das Gelenk bei Bewegung „ins Schlingern“. Das schädigt den Knorpel zusätzlich.

Bedeutung von Bewegung

Krankheiten können durch Bewegungsmangel verstärkt werden

 

Schutzfunktion

Dehnbarkeit der Muskeln, Fasern und Sehnen spielen bei der Beweglichkeit in unserem Alltag eine wichtige Rolle.

 

Regelmäßigkeit

Egal für welchen Sport man sich entscheidet, wichtig ist die Regelmäßigkeit der Bewegung.

 

Mehr Wohlbefinden

Bewegung fördert den Muskelaufbau, steigert generell das Leistungsvermögen, bessert die Beweglichkeit und fördert das Wohlbefinden bis ins hohe Alter.

Sanfter Sport schmiert die Gelenke und wirkt sich positiv aufs Gemüt aus.

Sanfte Sport- und Bewegungsprogramme sind besonders bei Menschen mit Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen zu empfehlen. Denn auch die Bandscheiben, die Puffer in der Wirbelsäule, bestehen aus Knorpelgewebe. Besonders wichtig ist regelmäßige Bewegung. Als gelenkschonend gilt zum Beispiel Schwimmen. Es fördert den Muskelaufbau, steigert generell das Leistungsvermögen, bessert die Beweglichkeit und fördert das Wohlbefinden. Ebenso Radfahren, da es eine achsengerechte Bewegung ermöglicht, die Gelenke entlastet und das Herz-Kreislauf-System stärkt. Mountainbiking führt dagegen oft zu erheblichen Erschütterungen und mutet Wirbelsäule sowie Gelenken zu viel zu. Langsames Joggen und Nordic Walking sind sanfte Alternativen und tun gut bei Verschleißerkrankungen wie Arthrose. Die sanfte, gleichmäßige Aktivität unterstützt sowohl Hüft- als auch Kniegelenke, trainiert die Beinmuskulatur und hilft speziell Menschen mit Rückenschmerzen, Osteoporose oder Fibromyalgie. Tanzen eignet sich ebenfalls sehr gut. Die Musik sorgt nicht nur für positive Stimmung, die tänzerische Bewegung verfeinert auch das Gefühl für den eigenen Körper und unterstützt eine sichere Balance. Egal für welche Sportart(en) man sich entscheidet, wichtig ist die Regelmäßigkeit der Bewegung. Unser Körper ist für eine Belastbarkeit von bis zu 60 Kilometer täglich ausgelegt und wir sollten ihm zumindest einen Teil davon zumuten.

Krafttraining für Muskelaufbau
Gezieltes und regelmäßiges Krafttraining (Klettern, Gewichteheben, … ) im Freizeit- und Gesundheitssport ist nicht so zeitaufwändig wie man denkt - schon 2 Trainingseinheiten pro Woche reichen aus für den Muskelaufbau. Krafttraining stärkt die Muskulatur, die wiederum Gelenke und Knochen entlastet und somit das Sturz- und Verletzungsrisiko verringert. Personal- oder Fitnesstrainer unterstützen bei der Entscheidung der Trainingseinheiten und haben die Möglichkeit mittels Fitnesstest den körperlichen Ist-Zustand von Kondition und Muskelstärke zu berechnen.

Stärkung der Tiefenmuskulatur durch Stabilisations- und Balanceübungen
Die Tiefenmuskulatur stabilisiert den Körper. Es handelt sich um die unteren, tiefen Muskelschichten, die dem Körper Form geben und Gelenke stabilisieren. Durch Bewegungsmangel oder überwiegend sitzende Tätigkeiten werden die kleinen, tief liegenden Muskeln zu wenig beansprucht und verlieren ihre Schutzfunktion. Die großen äußeren Muskeln können das aber nicht immer kompensieren. Ein gezieltes Training der stabilisierenden Tiefenmuskulatur ist notwendig. Zur Tiefenmuskulatur gehören die tiefer liegenden Anteile der Bauch- und Rückenmuskulatur sowie die Beckenbodenmuskulatur. Auch in der Beinmuskulatur werden bestimmte Muskeln zur Tiefenmuskulatur gerechnet. Sportarten wie zum Beispiel Pilates, Schlingentraining oder Functional Training unterstützen beim Aufbau und stärken die Tiefenmuskulatur.

Beweglich bleiben!
Dehnbarkeit der Muskeln, Phasern und Sehnen spielen bei der Beweglichkeit in unserem Alltag eine wichtige Rolle. In der Jugend ist es selbstverständlich – mit dem Alter wird es beschwerlicher. Auch reife Muskeln und Gelenke können geschmeidig sein oder wieder werden. Je früher wir unseren Körper Fit halten, umso länger wird er Jung bleiben. Spätestens wenn das Schuhe binden schwerfällt oder der Einstieg in die Badewanne zur Herausforderung wird, sollte man anfangen, sich mit seinem Körper zu beschäftigen und ihn zu pflegen. In diesem Fall heißt das, ihn zu dehnen. Schon kleine Einheiten führen zu tollen Ergebnissen. Geringe Behinderungen und Einschränkungen in der Beweglichkeit eines Gelenks können über die Beweglichkeit anderer Gelenke ausgeglichen werden. Daher fällt das „Einrosten“ oft gar nicht sofort auf. Erst mit zunehmendem Alter kommt es dazu, dass die abnehmende Beweglichkeit als störend empfunden wird. Das fällt umso mehr auf, wenn Tätigkeiten des Alltags, die einem früher leicht fielen, nun erschwert oder sogar unmöglich sind. Durch das langfristige Dehnen zeigt sich eine Zunahme bestimmter Kraftwerte, wir profitieren in mehrfacher Hinsicht von einem Dehnungstraining, wir werden beweglicher und bekommen mehr Kraft, das Bindegewebe wird kräftiger. Eine Stunde pro Woche sollten wir uns Zeit für Dehnübungen nehmen – Yoga, Faszien- oder Blackrolltraining eignen sich hierfür ausgezeichnet.

Die richtige Atemtechnik macht es aus!
Wer richtig atmet, kann mehr Leistung abrufen. Denn der Körper wird dann optimal mit Sauerstoff versorgt. Wer sich bewegt braucht Sauerstoff, mehr Sauerstoff als beim Ruhen. Wenn wir Sport treiben oder eine Treppe hinauflaufen, steigt unsere Atemfrequenz daher deutlich an. Die richtige Atemtechnik kann die Sauerstoffaufnahme pro Atemzug zusätzlich erhöhen. Die Atmung sollte aus dem Bauch und nicht aus der Brust heraus erfolgen da das Lungenvolumen besser genutzt wird und der Sauerstoff optimal im Körper verteilt wird. Hingegen gelangt bei der Brustatmung der Sauerstoff in den Blutkreislauf und die Muskulatur wird nur gering mit Sauerstoff versorgt. Auch kann das Kohlendioxid schlechter abtransportiert werden, weil es nicht zu einem vollständigen Luftaustausch in der Lunge kommt. Eine aufrechte Haltung der Wirbelsäule versorgt den Körper besser mit Sauerstoff als eine gekrümmte Haltung (z. B. Holkreuz), die der Lunge den Platz der Ausdehnung nimmt.

 

Verbinden Sie sich mit uns


Für Anfragen oder Hilfestellungen schreiben Sie uns gerne eine Nachricht

Jetzt anfragen